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fuherrmanistan

Ein echter Staatsgast in Herrmanistan:

Sie wählten zwar selber ihr Parlament, eine Präsidentin und sogar eine Kanzlerin, doch mit einem echten Staatsgast als Höhepunkt ihres viertägigen Schulprojekts „Herrmanistan“ hatten die Mädchen und Jungen des Calwer Hermann-Hesse-Gymnasiums dann doch nicht gerechnet.

Aber die jungen Leute wussten den Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel, der in aller Frühe direkt aus Berlin angereist war, doch entsprechend zu würdigen. Sie erklärten dem hiesigen Bundestagsabgeordneten bis ins Detail, wie so ein fiktiver Schülerstaat organisiert ist und dass es gar nicht so einfach ist mit der Demokratie, den Bankgeschäften, den Arbeitsplätzen und der Rechtsprechung.

Außerdem nutzten sie die Gunst der Stunde, um von einem echten Mitglied der Bundesregierung zu erfahren, wie eigentlich der Deutsche Bundestag zu seinen Entscheidungen kommt. „Auf jeden Fall mischen bei uns nicht alle Parteien wie bei Euch in der Regierung mit“, erklärte Hans-Joachim Fuchtel seinen jungen Zuhörern geduldig, „bei uns gibt es keine All-Parteien-Regierung, sondern eine Koalition und eine Opposition.“ Deshalb empfehle er den „Einwohnern“ von Herrmanistan, beim nächsten Mal dem Schulstaat in Anlehnung an die Realität ein „etwas schärferes Profil“ zu geben.

Ansonsten aber lobte der Parlamentarier den „großen Fleiß“ und die „ideenreiche Arbeit“ von Schülern und Lehrern. Denn dieses Projekt, das schon das ganze Jahr über vorbereitet worden war, sei sicher dazu angetan, so einiges für das Leben hinzuzulernen. Schließlich gewannen die Bar-Betreiber den Herrn Staatssekretär sogar noch dazu, sich in die Schar der Karaoke-Sänger auf der Bühne einzureihen, um gemeinsam den Song „Happy“ von Pharrell Williams anzustimmen. Die Schülerinnen und Schülern spendeten begeistert Applaus dafür, dass der Bundestagsabgeordnete auch bei dieser Aufgabe Talent zeigte.

„Es war eine große Ehre für uns, dass Sie extra aus Berlin am letzten Tag von Herrmanistan zu uns gekommen sind“, sagte „Vizepräsident“ Lukas Driesch, als er gemeinsam mit Präsidentin Saphira Rau und Kanzlerin Laura Ferreira den Staatsgast auf dem Schulhof verabschiedete.

Der erfuhr schließlich noch, dass der Erlös in Höhe von 3000 Euro aus dem Verkauf der Projektwoche zu gleichen Teilen für ein Meeresschutzprojekt der Umweltstiftung WWF Deutschland, für neue Sitzgelegenheiten vor den Klassenzimmern des Hermann-Hesse-Gymnasiums und als Rücklage für das nächste Schulprojekt verwendet wird. (Text: Klein-Wiehle).

Weitere Berichte zu Schule als Staat lesen Sie ab Anfang September auf hhg-calw.de.

hesse museum

Mit unserer Klasse 9a haben wir im Deutschunterricht den Roman ,, Unterm Rad‘‘ behandelt, welcher von Hermann Hesse verfasst wurde und in Calw spielt. Zum Abschluss der Lerneinheit besichtigten wir mit unserer Deutschlehrerin Frau Werz das Hermann-Hesse-Museum am Marktplatz in Calw. Das Museum befindet sich im Haus Schüz.

Das Museum wurde 1990 eröffnet. Es zeigt die umfangreichste öffentlich ausgestellte Sammlung über den in Calw geborenen Literaturnobelpreisträger von 1946. Hesse gilt als weltweit meistgelesener deutschsprachiger Autor des 20. Jahrhunderts. In neun Räumen des zweiten Stocks werden Handschriften, Erstausgaben, seltene spätere Auflagen, Manuskripte, Zeichnungen und Aquarelle aus der Hand des Dichters sowie Fotos seiner Lebensstationen gezeigt. Auch als Maler ist Hermann Hesse mit eindrucksvollen Bildern vertreten.
Man kann Hesses Entwicklung von einem kleinen Jungen zu einem erfolgreichen Schriftsteller mitverfolgen und auch die ersten schriftstellerischen Versuche von ,,Steppenwolf‘‘ und ,,Glasperlenspiel‘‘ betrachten.
Im Museum gibt es eine wechselnde Ausstellung zu einem Thema rund um Hermann Hesse und sein Umfeld. Es werden in seinem Namen die Stipendiaten der Calwer Hermann Hesse Stiftung ausgezeichnet. Ihnen ist ein Ausstellungsbereich gewidmet, in welchem man spielerisch Informationen über Hesse sammeln kann. Calw verfügt somit über ein bedeutendes Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum zu Hermann Hesse. Wir hatten eine interessante Führung durch das Museum und haben viel dabei gelernt.

Text: Lena Martens, 9a / Foto: Werz/HHG

IMG 6101 sqWeit war es nicht. Ein kurzer Spaziergang nur entlang der Nagold von Calw nach Hirsau. Denn dort stand das Kloster, dessen Ruinen wohl jede und jeder, der in Calw und Umgebung wohnt, schon einmal gesehen hat. Doch diese Ruinen mit dem zu verbinden, was man im Geschichts- und Religionsunterricht über das Klosterleben gelernt hat, das war dann doch eine neue Erfahrung. Daher machten sich am 3. Juli die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen bei strahlendem Sonnenschein auf den Pilger-Weg nach Hirsau, um Altes, Neues und Überraschendes zu entdecken.

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Da ist zum einen die Aureliuskirche, die in ihrer Bauart und Atmosphäre aus der Zeit gefallen scheint. Hier erfuhren die Pilgerinnen und Pilger in einer Geschichte, die zum eigenen Forschen und Entdecken einlud, von den Anfängen des Klosterlebens in Hirsau. Noch lebendiger wurde es dann in der Ruinen der Peter und Pauls Kirche, die einmal die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war. Sich diese Dimensionen ausgehend von den heutigen Ruinen vorzustellen, ist gar nicht so einfach. Und so war Fantasie gefragt. Mit verbundenen Augen und mit den Händen auf den Schultern eines Klassenkameraden „schlängelten“ sich die Pilgerinnen und Pilger mit Hilfe des Kunstlehrers Herrn Folter durch die Basilika. Im Anschluss setzten sie das Erlebte in einer Zeichnung um.

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Bei einer dritten Station trafen die Gruppen auf Herrn Dr. Hartmann, den Vorsitzen des Vereins Freunde Kloster Hirsau. Äußerst anschaulich und lebendig erzählte er vom Leben der Mönche in Hirsau und von den revolutionären Neuerungen, die von diesem Kloster aus um die Welt gingen. Mit vielen überraschenden Details und Anekdoten brachte er die Pilgerinnen und Pilger zum Schmunzeln und zum Staunen. Und so kehrten nicht nur die Schülerinnen und Schüler sondern auch die begleitenden Religions- und Ethik-Lehrkräften Frau Althaus, Herrn Luchner, Frau Schuler und Frau Weiß zufrieden und gut gelaunt nach Calw zurück. (Sr)

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Eine düstere Erzählung – dennoch mit viel Humor und Melodien, die noch lange im Kopf bleiben, bekamen die Zuhörer an zwei Abenden in der ausverkauften Calwer Aula geboten. Dort wurde das Unterstufenmusical des Hermann Hesse-Gymnasiums (HHG) "Friss oder stirb" aufgeführt. Das "Mitfiebern" des Publikums war nur in zweiter Linie der Hitze des Saals geschuldet – die Klimaanlage der Aula ist derzeit defekt. Geradezu wie bestellt wirkte der überhitzte Raum, ging es doch in dem Stück um eine Welt nach der Klimakatastrophe, in der Amtspiraten mit ihren bürokratischen Winkelzügen die überschwemmte Erde unsicher machen und dabei von einem Missgeschick ins nächste stolpern.Voller Witz und Spielfreude präsentierte das Großensemble aus mehr als 250 Schülern um Christian Buchholz (Komposition und Regie), Philipp Ratz (Orchesterleitung) und Julia Schuster (Einstudierung) eine märchenhaft-absurd verpackte Gesellschaftskritik, die immer wieder auf vergnügliche Weise Schwächen der globalisierten und medial bestimmten Welt aufs Korn nahm.

Inszenierte Spiel-Show

Auf der Bühne standen unter anderem drei "Verrückte" als Conférenciers, Amtspiraten, eine schöne Prinzessin und sogar der Tod in Person des Sensenmannes. Eigentlich ernste Themen wie Pedanterie, Bürokratie, Freundschaft, Liebe und Tod wurden nicht umgangen, sondern detailreich ausgespielt und so für die großen und kleinen Zuschauer fassbarer gemacht. Mit aufwendiger Licht- und Bühnentechnik wurde das Musical in Szene gesetzt. Die vielen Schüler in den Rollen, im Chor, im Orchester der Jungen Philharmonie Calw (in Kooperation mit der Musikschule), im Technikteam, in Kostüm und Maske machten aus einer Schulaufführung ein vollwertiges Musical-Erlebnis. Dieses gipfelte in einer per Videostream von der Hinterbühne inszenierten Spiel-Show "Friss oder stirb". An dieser wurden die (Fernseh-)Zuschauer interaktiv beteiligt und durften "über Leben und Tod" entscheiden. Die Kritik an Casting-Shows wie "Germany’s next Topmodel" war unverkennbar. Immer geschah die Kritik jedoch mit einem Augenzwinkern, mit einem leichten Lächeln. Kein belehrendes "Friss oder stirb", wie Kinder manchmal die Schule und Erwachsene das Berufsleben empfinden mögen. Stattdessen Aussagen und Bilder, die nachdenklich machen.

So hat es das Unterstufenmusical des HHGs wieder geschafft, aktuelle Themen in ein unterhaltsames Gewand zu kleiden und eine abendfüllende Show zu inszenieren.

Aus dem Schwarzwälder Boten (online) 18.07.2019 - 18:25 Uhr

Mehr Fotos in Kürze hier!

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Calw-Oberriedt. Am 29. Mai ging die Klasse 10a zusammen mit ihrer Biologielehrerin Fr. Lauff auf eine biologische Expedition im Rahmen des Projektes „Ökosystem Streuobstwiese“. Ausgesucht wurde hierfür die Wiese an der Schwarzwaldstraße in Oberriedt, welche sich im Familienbesitz der ehemaligen HHG-Rektorin Fr. Theurer befindet und bereits wenige Male für Exkursionen genutzt wurde. Hier konnten die Schüler, nach einer kurzen Begrüßung durch die freundliche Besitzerin Ursula Theurer, welche spontan erschienen war, verschiedene Aspekte der Streuobstwiese erkunden.

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Expertengruppen wurden gebildet

Bereits im Vorfeld hatten sich die Schüler in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, und dementsprechende Materialien mitgebracht, wie Marmeladengläser zum Einfangen von Insekten, oder sogar einen Klappspaten. Ein Teil der Schüler sollte beispielsweise die Tierwelt der Wiese erforschen, während ein Anderer sich der Vermessung des gesamten Geländes verschrieben hatte. Mehrere Stunden verbrachten die jungen Biologen damit, Tiere und Pflanzen zu bestimmen, oder auch die Temperatur des Bodens festzustellen. Dabei war vor Allem die Artenvielfalt der Wiese überraschend groß.“Wir haben insgesamt 15 Tiere bestimmt, und wir hätten noch locker das Doppelte erreichen können“, so ein Schüler aus der Tiergruppe. Insgesamt verlief die Arbeit der angehenden Naturforscher sehr gut, sodass am Ende jede Gruppe ausreichende Ergebnisse vorzuweisen hatte.

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Gute Rahmenbedingungen

Die gesamte Exkursion wurde von hervorragenden Rahmenbedingungen begleitet. So herrschte bereits auf der kurzen Wanderung nach Oberriedt eine gute Stimmung, die männlichen Schüler stimmten sogar zeitweise zu einem Marschlied an, um die Stimmung nochmal zusätzlich zu heben. Das Wetter spielte an diesem Tag ebenso mit, während es am Vormittag noch bedeckt war, schien am Nachmittag sogar die Sonne hervor. Aber auch das leibliche Wohl der Schüler kam nicht zu kurz: Neben frischem Apfelsaft, der den Schülern von der Besitzerin zum Auftakt angeboten wurde, sorgte auch die nahegelegene Raisch-Bäckerei für eine ausreichende Versorgung.

Expedition war ein Erfolg

Alles in allem zogen die Schüler und ihre Biologielehrerin ein positives Fazit. Insgesamt identifizierten die Schüler über 50 Tier- und Pflanzenarten, und lernten dabei das Ökosystem auch noch auf andere Arten kennen. Da Streuobstwiesen sehr wichtig für die Natur sind und dennoch vom Aussterben bedroht sind, bleibt zu hoffen, dass Vielen ihr Besuch an diesem Tag noch lange in Erinnerung bleiben wird, um das weitere Überleben der Wiesen auch in Zukunft zu sichern.

von Samuel Molter

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