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Musical TTTN2022 1

Endlich gibt es am HHG wieder ein großes Unterstufen-Musical. Beteiligt sind die Stufen 5 und 6, der Musical-Chor (Klasse 5-7) und die Junge Philharmonie Calw. Darüber hinaus wirken zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- und Oberstufe in den Bereichen Technik, Maske, Kostüme, Requisiten, Kulissen mit (insgesamt ca. 180 Beteiligte).

Oskar und Leonide, zwei Kinder, die in einem Waisenhaus leben, bekommen ein mysteriöses Angebot: Ihre Tante ist gestorben und hat ihnen ein großes Anwesen vererbt, in das sie noch heute einziehen sollen. Seltsam, finden die Kinder: Sie haben doch gar keine Tante. Neugierig, wie sie sind, treten sie ihr Erbe trotzdem an und spüren schnell: Die Villa Kreidebleich birgt einige unheilvolle Geheimnisse. Und ihre angebliche Tante ist bei näherem Blick auch nicht so tot wie gedacht... Ein Kindermusical mit Grusel-Faktor, das Antworten auf die Frage sucht, was einen Menschen zum Menschen macht.

Das Musical ist im letzten Jahr während der Coronapandemie im Rahmen einer Kompositions-AG von Schülerinnen und Schülern selbst geschrieben worden. So sind 4 von 5 Songs von Schülern geschrieben, der Plot von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit dem Musiklehrer Herrn Buchholz entwickelt worden.

Auffühungen: 14. + 15. Juli, jeweils um 18:00 in der Aula Calw
Eintritt: 7€ / 5€
VVK: Jede große Pause ab dem 4. Juli im Forum, über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Herzliche Einladung zu den Aufführungen!

 

Stoberpreis 2022 1

Alljährlich lobt die Werner-Stober-Stiftung an den Gymnasien mit Musikprofil in Baden-Württemberg einen Preis für Schülerinnen und Schüler aus, die im Fach Musik besondere Leistungen aufweisen. Die Gymnasien mit Musikprofil werden in der Regel von den talentiertesten Schülerinnen und Schülern besucht. Hier finden diese jungen Musiker/innen im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich die vielfältigsten Möglichkeiten, sich musikalisch zu entwickeln und zu engagieren.
Aus dem 5-stündigen Kooperationskurs zwischen Hermann-Hesse-Gymnasium und Maria-von-Linden-Gymnasium hat der Musiklehrer Christian Buchholz aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen im Fach Musik in diesem Jahr die Abiturientinnen Anja Pilarski, Magdalena Todt, Annalena Klink und den Abiturienten Philippe Tsouli ausgewählt (siehe Foto, v.l.). Alle vier haben vor allem in der Jungen Philharmonie Calw, dem hiesigen Kooperationsorchester zwischen Musikschule und Hermann-Hesse-Gymnasium, aber auch in vielen anderen Ensembles an ihren jeweiligen Schulen großes musikalisches Engagement gezeigt. Anja Pilarski hatte z.B. in den letzten Jahren die Rolle der Konzertmeisterin in der Jungen Philharmonie Calw inne. Philippe singt seit Jahren auf höchstem Niveau bei den Aurelius Sängerknaben und hatte viele Auftritte auf Opernbühnen im In- und Ausland.
Mit einer eigenständig ausgearbeiteten Version des Latin-Klassikers „Tico, Tico no fuba“ für drei Violinen und Gitarre präsentierten sich die jungen Musiker am Montag, den 20.06.22 souverän beim Festakt zur Verleihung des „Stober-Preises“ in Karlsruhe. Sie dürfen sich nun über ihre Urkunde und das gemeinsames Preisgeld in Höhe von 500€ freuen. Herzlichen Glückwunsch! (T/F: Bc/Ra)
Exkursion Trier GruppenbildFür drei Tage (1.–3. Juni) wandelten 23 Lateiner:innen der Klassenstufe 9, begleitet von Frau Schuler und Herrn Kozielski, in der ältesten Stadt Deutschlands auf den Spuren der Römer. Unter strahlendem Sonnenschein konnten die kulturellen Erzeugnisse aus der zweitausendjährigen Geschichte Triers bewundert werden. Zuvorderst ist hier natürlich das „Schwarze Tor“, die Porta Nigra, als bekanntestes Wahrzeichen Triers zu nennen, das den Eingang aus der germanischen Barbarenwelt in die römische Zivilisation markiert. Doch auch der Trierer Dom als Sitz des Bischofs, die Liebfrauenkirche, die Basilika des Kaisers Konstantin und die Judengasse durften als geschichtsträchtige Orte der Stadt nicht fehlen. Im Rheinischen Landesmuseum wurden die Schüler:innen im Rahmen einer interaktiven Führung in die Arbeitsweise von Archäolog:innen eingeführt. Diese schaffen schließlich für uns die Grundlagen unseres Wissens über die römische Kultur und Geschichte.
Neben diesen kulturellen Angeboten kamen auch Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Am ersten Abend saß die Gruppe beim gemeinsamen Stockbrotgrillen vor der Jugendherberge beisammen. Einige spielten Fußball oder Tischtennis oder nutzten das schöne Wetter für gemütliche Spaziergänge am Moselufer. Am zweiten Tag stand eine „GPS-Rallye“ auf dem Programm, die die Schüler:innen quer durch die Stadt zu ihren verschiedenen Sehenswürdigkeiten lotste.
Abgerundet wurde die Exkursion durch zwei tolle Erlebnisführungen. Im Amphitheater erweckte ein Schauspieler die tragische Geschichte des freigeborenen römischen Gladiators Valerius zum Leben. In der Porta Nigra wurden die Schüler:innen selbst Teil der römischen Verteidigungslinien gegen die einfallenden germanischen Horden und mussten so den Befehlen eines strengen römischen Centurios Folge leisten.

Text/Bild: Georg Kozielski

Streichinstrumente spielende Kinder mit Dirigent im Forum der Schule

Dass man auf Streichinstrumenten auch schon nach ein bis zwei Jahren Unterricht ein schönes Konzert auf die Beine stellen kann, stellten die 35 Streicherklassenkinder am Hermann-Hesse-Gymnasium kurz vor den Pfingstferien eindrucksvoll unter Beweis. Am 31.05. kamen im Forum am Schießberg die Eltern, Geschwister und Freunde zu einem kleinen Abendkonzert zusammen, um einem abwechslungsreichen Programm vom ausgelassenen Begrüßungssamba bis hin zum wehmütigen ungarischen Kanon zu lauschen. 

Zusammen mit ihrem Musiklehrer Philipp Ratz (HHG) und den beiden Instrumentallehrerinnen Eva König und Ashley Pöndl (Musikschule Calw) hatten die Kinder den gesamten Morgen über im Forum des HHGs gemeinsam geübt und an der Intonation, also der richtigen Tonhöhe, gefeilt, was beim Streichinstrument eine besondere Herausforderung ist. 

Streicherklasse mit ihren Lehrer*innen

Für die Streicherkinder der Klasse 5 war es coronabedingt der erste Auftritt mit „echtem“ Publikum und dementsprechend aufregend. Für die Schülerinnen und Schüler der Streicherklasse 6 war es der letzte gemeinsame Auftritt und somit ein schöner Abschluss für die gemeinsame Zeit in der Streicherklasse, die nun nach zwei Jahren zu Ende geht. 

Das gemeinsame Üben und Lernen auf Violine, Viola, Cello und Kontrabass ist am HHG nun schon seit elf Jahren fester Bestandteil des musikalischen Angebotes. In enger kooperativer Zusammenarbeit mit der Musikschule Calw haben in dieser gesamten Zeit über 170 Kinder das Spiel auf einem Streichinstrument beginnen und ausprobieren können. Viele Kinder werden dadurch motiviert, nehmen dann zusätzlich Einzelunterricht hinzu und können später sogar in einem Orchester wie z.B. der „Jungen Philharmonie Calw“ mitspielen.

Als Zugabe nach einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Streicherkonzert, brachten alle 35 Kinder gemeinsam die auch als Europahymne bekannt gewordene Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“ zu Gehör, und ernteten einen langanhaltenden warmherzigen Applaus. 

Vom 29. Mai bis zum 4. Juni fand auf der Burg Liebenzell eine deutsch-polnische Jugendbegegnung statt, bei der 13 deutsche und 10 polnische Jugendliche eine Woche gemeinsam miteinander verbrachten. Organisiert wird diese Jugendbegegnung auf deutscher Seite vom Internationalen Forum Burg Liebenzell unter maßgeblicher Leitung von Jovanna Schneider, der hiesigen Studienleiterin, sowie auf polnischer Seite von der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim unter Leitung von Stanisława Piotrowska, der dortigen Projektkoordinatorin.

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Am Vormittag des 29. Mai kamen die 10 polnischen Jugendlichen mit Frau Piotrowska, ihrer Englischlehrerin Frau Pastuszka und dem Dolmetscher Herrn Abramczyk nach einer über 16-stündigen Busfahrt in Bad Liebenzell an. Auch die 13 deutschen Jugendlichen, 3 Schülerinnen und 10 Schüler der Klasse 10b des Hermann-Hesse-Gymnasiums, kamen bei zunächst regnerischem Wetter mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Kuhn auf der oberhalb von Bad Liebenzell thronenden Burg an. Nach Bezug der Zimmer ging es direkt zum ersten gemeinsamen Mittagessen ins Europa-Haus des Internationalen Forums.
In den folgenden Tagen erwartete die Jugendlichen bei zumeist schönem Wetter ein abwechslungsreiches Programm, das sich historischen und aktuellen Fragestellungen unter dem Thema "Diskriminierung gestern – Diskriminierung heute" widmete. Neben den Seminarsitzungen, abgehalten in den schönen und hellen Räumlichkeiten des Internationalen Forums,  die teilweise von Frau Schneider bzw. Frau Piotrowska, teilweise aber auch von auswärtigen Referentinnen und Referenten gehalten wurden und in denen die Jugendlichen häufig in binationalen Kleingruppen zum Thema der Judenverfolgung im Nationalsozialismus sowie zum Thema des Antisemitismus und der Diskriminierung allgemein in unserer heutigen Zeit arbeiteten, standen auch zwei Tagesausflüge auf dem Programm:CIMG2377

Am Mittwoch fuhr die deutsch-polnische Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Stuttgart, um dort einen Workshop im Hotel Silber, der ehemaligen Stuttgarter Gestapo-Zentrale, durchzuführen und um nachmittags in deutsch-polnischen Kleingruppen dem Schicksal einzelner Stuttgarter Jüdinnen und Juden anhand von Stolpersteinen nachzuspüren; am Donnerstag fuhr die Gruppe mit einem Reisebus nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, um dort – an dem Ort, an dem während des Jahres 1940 10654 vor allem geistig behinderte Menschen dem NS-Vernichtungsprogramm der „Euthanasie“ zum Opfer fielen – von einer Referentin in dieses bedrückende Thema eingeführt zu werden und nachmittags auch – sicherlich der emotionale Höhepunkt dieses Tages – ein Gespräch mit einer Opferangehörigen, deren Urgroßvater in Grafeneck ermordet wurde, führen zu können. Um den Tag ein wenig beschwingter ausklingen zu lassen, waren am Abend noch ein Besuch und eine Führung im Schloss Lichtenstein, dem „schwäbischen Neuschwanstein“, auf dem Programm, um der polnischen Gruppe auch ein bisschen Postkartenidylle zukommen zu lassen. 

Natürlich ging es aber während dieser Begegnungswoche nicht nur um die Inhalte des Programms. Ebenso wichtig, vielleicht sogar wichtiger, waren das gegenseitige Kennenlernen und die gemeinsamen Erlebnisse der deutschen und polnischen Jugendlichen. Denn genau dies ist es doch, was während der letzten beiden Pandemiejahre nur noch sehr eingeschränkt möglich war. Bei den Jugendlichen auf beiden Seiten war ernsthaftes und lebhaftes Interesse am anderen zu spüren. Und dies äußerte sich in gemeinsamen zwanglosen Gesprächen, beim gemeinsamen Sport (Basketball, Tischtennis) oder beim gemeinsamen Abendprogramm.

Am Nachmittag des 4. Juni war der Moment des Abschieds gekommen, allerdings nur ein Abschied für relativ kurze Zeit. Im November wird die deutsche Gruppe mit Frau Schneider und Herrn Kuhn nach Oświęcim (Auschwitz) fahren, um dort – an dem Ort, der wie kein zweiter für die nationalsozialistischen Verbrechen, für Holocaust und Shoah steht, der aber auch eine mittelgroße polnische Stadt mit knapp 40000 Einwohnern ist – in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte eine weitere gemeinsame Woche mit der polnischen Gruppe zu verbringen. Es hieß also nicht nur Auf Wiedersehen! und Do widzenia!, sondern auch Bis bald! und Na razie!
Andreas Kuhn