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Der NS-Überlebende Ernest Kolman berichtet der Kursstufe 2 von seiner Kindheit in Nazi-Deutschland

Auf den ersten Blick wirkt Ernest Kolman nicht gerade wie jemand, der noch viel ausrichten kann. Wenn der 90-Jährige die Treppen im Forum des Hermann Hesse-Gymnasiums Calw hinabsteigt und sich an seinen Gehstock klammert, fragt man sich beinahe, warum er die lange Reise aus London in die Kleinstadt Calw überhaupt auf sich genommen hat. Doch dieser Eindruck verfliegt schnell, sobald Kolman zu reden beginnt. Aus Respekt vor den sitzenden, zuhörenden Schülern besteht er darauf, im Stehen zu berichten. Seine Botschaft scheint zu wichtig, als dass man sie im Sitzen erzählen könnte.

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Unter den zuhörenden Schülern ist es mucksmäuschenstill, als Ernest Kolman als einer der letzten Zeitzeugen von den Schrecken der Nazi-Zeit erzählt. Foto: Schwarzwälder-Bote

Ernest Kolman ist einer der wenigen noch lebenden Zeugen der NS-Zeit. Der 90-Jährige ist aus London gekommen, um seines Onkels Eugen Marx zu gedenken (wir berichteten). Der jüdische Arzt hat von 1929 bis 1933 in Neuweiler praktiziert.

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt.“ Roman Herzog

Bild: Focus/KolmanErnest Kolman, am 1. Juni 1926 als Ernst Kohlmann in Wesel geboren, wird über seine Kindheitserlebnisse während der Zeit des Nationalsozialismus berichten. Kolman wuchs als Sohn eines jüdischen Textilhändlers in Wesel und Köln auf. Im Rahmen eines Kindertransportes gelang ihm 1939 die Flucht nach England, seine Eltern wurden später deportiert und in Riga ermordet, seine zwei Jahre ältere Schwester Margit überlebte verschiedene Konzentrationslager und wurde schließlich von der britischen Armee befreit. Kolmans Onkel, Dr. Eugen Marx, war Kurarzt in Bad Teinach und dort ebenfalls den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Glücklicherweise gelang auch ihm – durch Hilfe eines Freundes – die Flucht.

Wann? Dienstag, 27.09.2016, 9.30 Uhr

Wo? Forum des HHG

Wer? Kursstufe 2

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Neben einem neuen Schulleiter hat das HHG seit diesem Schuljahr auch zwei neue Lehrer bekommen, die sich hier kurz vorstellen möchten. Herrn Buchholz (links) und Herrn Kopp (rechts). Das Schüler und Lehrer am HHG heißen die beiden herzlich willkommen und hoffen, dass sie sich schnell bei uns zuhause fühlen werden.

Eine der drei neuen Klassen am HHGAm vergangenen Dienstag, dem 13.09.2016, fand am HHG die Einschulung in die fünften Klassen statt. Nach dem gemeinsamen Begrüßungsgottesdienst mit dem Titel „Ohne Dich geht’s nicht“ in der Stadtkirche zogen die Schülerinnen und Schüler, zusammen mit ihren Eltern und geführt von der Schulleitung, den Schießberg hinauf zum Forum des HHG, wo sie nun in der Schule mit freundlichen Worten seitens des Schulleiters Dr. Köcher und frischen Tönen der Streicherklasse begrüßt wurden. Das offizielle HHG-T-Shirt und Brezeln sollten den neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten den Einstieg in den Schulalltag am Gymnasium zusätzlich erleichtern.

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