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Ja, Geschichte kann man auch in Calw direkt "vor der Haustüre" erleben: Viele verschiedene Epochen sind präsent. Das erfuhren die Klassen 10a, 8b und 9a.
 
Geschichte Kuhn1 HirsauK
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die Klasse 10a an einem nebligen und stimmungsvollen Montagmorgen die geschichtsträchtige Klosterruine in Hirsau. Hirsau war im 11. Jahrhundert, in der Zeit der Kirchenreform und des Investiturstreits, ein Zentrum des abendländischen Klosterwesens und im (südwest)deutschen Raum durchaus dem burgundischen Cluny vergleichbar. Bei einem Rundgang durch das Klostergelände spürten wir den Zeugnissen dieser großen Vergangenheit nach und bemerkten dabei, wie schnell angesichts der vielfältigen baulichen Überreste die Zeit vergeht.
 
Geschichte Kuhn2 BahnK
Die Klasse 8b besuchte an einem Dienstagnachmittag bei strahlendem Frühlingssonnenschein das alte Stellwerk der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Herr Esken vom Verein Württembergische Schwarzwaldbahn e. V. führte durch das Gelände beim Alten Bahnhof und die Schüler tauchten in die Geschichte der Calwer Eisenbahn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Dabei erlebten sie sozusagen hautnah, weshalb die Eisenbahn als "Schrittmacherindustrie" in der deutschen Industrialisierung fungierte.
 
Geschichte Kuhn3 KZk 
Die Klasse 9a fuhr am letzten Mittwoch im Rahmen der Einheit über den Nationalsozialismus in das Konzentrationslager "Wiesengrund" in Vaihingen an der Enz. Was - ein Konzentrationslager ganz in der "Nachbarschaft"? Ja, und zwar eines, in dem die Mortalität gerade in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges, in den Jahren 1944 und 1945, besonders hoch war, ein "Sterbelager", eines der vielen südwestdeutschen Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Dieser dunklen Phase der deutschen Geschichte lässt sich folglich auch "vor der Haustüre" nachspüren. (von Andreas Kuhn)