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Die Teams aus dem Seminarkurs „Menschen Würde Wirtschaft“ des Hermann Hesse-Gymnasiums (HHG) präsentierten die Ergebnisse der Projekte. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-BoteSeminar-Projekte beeindrucken alle Beteiligten

Calw. Auf neue Wege begab sich das Hermann Hesse-Gymnasium (HHG) zu Beginn des Schuljahres. Im Zuge des Seminarkurses „Mensch Würde Wirtschaft“ wurden Projekte in Angriff genommen, die außerschulische Partner in Auftrag gaben (wir berichteten). Nun wurden die Ergebnisse präsentiert.

So haben Teams von Schülerinnen eine Aufstellung von Angeboten der Freizeitgestaltung für Patienten der AOK-Klinik in Bad Liebenzell ausgearbeitet und in einem Flyer zusammengestellt. „Solche Menschen brauchen wir in Zukunft und das Dreieck Schule, Schüler und Unternehmen hat großen Spaß gemacht“, fasste deren Geschäftsführer Claus Bannert begeistert zusammen, zumal die Schülerinnen ein Budget als Vorgabe hatten.

„Wir haben viel für uns gelernt“

Im Pflegezentrum Torgasse erinnert ein Blumenbeet an das Wirken eines weiteren Teams. „Wir haben viel für uns gelernt“, bekundeten die vier Gymnasiastinnen, mussten sie doch einerseits erkennen, dass Engagement für Senioren Zeit braucht, um Vertrauen zu bilden. Andererseits war die Arbeit untereinander nicht ganz reibungslos. Gleichwohl krönte ein Frühlingsfest ihr Projekt. „Im Haus selbst ist man von dem Engagement beeindruckt, wurde doch nicht aufgegeben und gelernt, mit Misserfolgen umzugehen“, sagte Clemens Miola. Der Bezirksdirektor der Evangelischen Heimstiftung lobte das Team auch für die fachlich fundierte Schilderung ihrer Erfahrungen. „Die Arbeit kann ein Anstoß für den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel sein und wir versuchen das Konzept per Netzwerk zu realisieren“, sagte Monika Volaric, Direktorin des Hauses auf dem Wimberg.

An einer Prozessoptimierung im Operationssaal des Krankenhauses Calw arbeitete ein weiteres Team, während sich Mitschülerinnen in Zusammenarbeit mit der Krankenpflegeschule des Klinikums Nordschwarzwald in Hirsau mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen befassten. „Es war beeindruckend, im Prozessverlauf die Motivation, Einsatzbereitschaft und entwickelte Methodik zu erleben“, hob Karl-Heinz Gärtner, Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Klinikum Nordschwarzwald, hervor.

„Es war eine spannende und befriedigende Erfahrung, die mit kaum zu rechnender fachlicher Kompetenz und grandioser planerischer Organisation bewerkstelligt wurde“, fasste Jürgen Stolle vom HHG zusammen, zumal mit diesem Seminarkurs etwas Neues gewagt wurde. Mit Lehrerkollege Ingolf Barth brachte er den Schülerinnen mit „Sie machten ihr Ding“ auf die Melodie von „I did it my way“ eine musikalische Anerkennung.

Von Steffi Stocker

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