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Im Seminarkurs sollen die Schüler optimal auf Ausbildung und Berufswahl vorbereitet werden. Foto: HHG Foto: Schwarzwälder-BoteBildungsangebot rückt näher an Praxis

Calw. Im Juli 2012 wurde dem Hermann Hesse-Gymnasium (HHG) das Boris-Berufswahlsiegel verliehen, das auf die besonders vielfältigen und anspruchsvollen Aktivitäten im Bereich der Berufs- und Studienorientierung hinweist.

Ein Beispiel ist der neue Seminarkurs „Menschen Würde Wirtschaft“ , der parallel zum Kurs „Wirtschaft und Technik“ angeboten wird. Beiden Kursen ist gemeinsam, dass sie Schüler mit Projekten der Bildungspartner des HHG konfrontieren. Während es im einen Kurs um Fragestellungen geht, die aus dem technischen und wirtschaftlichen Bereich stammen, bearbeitet der andere Kurs Fragen, die mit dem Umgang mit Menschen in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen sowie Kontexten zu tun haben.

Schüler konnten einen Einblick in Unternehmenswirklichkeit erhalten, Unternehmen gewannen Ideen und Konzepte, die durchaus realisierungsfähig sind. So gibt es als Ausfluss der Arbeit der Lernenden eine Broschüre über die Freizeitmöglichkeiten im Rahmen eines Therapieaufenthaltes.

Damit ergänzen diese beiden Aktivitäten das Programm des HHG. Dieses reicht von der Betriebsbesichtigung, über die Teilnahme an Wettbewerben, die Einbeziehung von Praktikern in den Unterricht bis hin zu Veranstaltungen, die Bewerbungen und Assessment-Center in den Fokus rücken.

Ziel sei es, so Schulleiter Rüdiger Herrscher, dass die Absolventen des HHG vielfältige Anregungen für ihre beruflichen Perspektiven bekommen, mit Anforderungen und Arbeitsweisen in Berufsfeldern konfrontiert werden, um zu sinnvollen Entscheidungen über den Werdegang nach dem Abitur zu kommen.

„Wichtig ist uns, dass wir nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern dieses mit konkreten Erfahrungen verknüpfen, die beispielsweise aus der Projektarbeit im Auftrag von Partnerfirmen entstehen“, so Herrscher. Ganz wichtig sei zudem, „dass wir nicht stehen bleiben, sondern neue Themen aufgreifen, die sich aus geänderten Anforderungen und Rahmenbedingungen ergeben.“

So wird das HHG im kommenden Schuljahr das Fach NWT (Naturwissenschaft und Technik) auch in der Kursstufe anbieten, nachdem es bislang lediglich in den Klassen 8 bis 10 Teil des Fächerangebots war. „Damit schaffen wir ein praxisorientiertes Bildungsangebot auch in der Kursstufe“, freut sich Martin Röck, der zuständige Abteilungsleiter der Schule.

„Das Kultusministerium arbeitet daran, dass insbesondere Gymnasien in Zukunft stärker wirtschaftliche Kompetenz fördern. Dazu sollen neue Fächer und mehr Stunden geschaffen werden. Wir am HHG zeigen, dass es auch so geht, wenn man die Spielräume und die Ressourcen im Umfeld und im Kollegium entsprechend nutzt“, so Röck.

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