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Prävention spielt eine entscheidende Rolle in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So früh wie möglich sollten Alternativen zu Sucht und Gewalt bekannt sein und eingeübt werden.

Deshalb hat die Präventionsarbeit in allen relevanten Bereichen einen festen Platz im Curriculum des Hermann-Hesse-Gymnasiums. Jedes Jahr werden Präventionstage in Klasse 8 durchgeführt, zu denen neben kompetenten Lehrerinnen und Lehrern des HHG auch zahlreiche externe Spezialisten an die Schule geholt werden. Diese Experten aus der Praxis vermitteln den Jugendlichen in einem breit gefächerten Workshopangebot die verschiedenen Gefahren, denen sie jetzt schon ausgesetzt sind, oder in ihrem weiteren Leben vielleicht ausgesetzt sein werden. Doch was hilft es, die Gefahr theoretisch zu kennen, wenn man nicht angemessen auf sie reagieren kann? Nichts. So steht bei den Präventionstagen nicht die Belehrung im Vordergrund, sondern der Erwerb von Handlungs- und Situationskompetenz. Die Schülerinnen und Schüler erhalten wichtige Impulse, wie sie Stress, Ärger, Gewalt und verlockend verpackten Fallen wirkungsvoll begegnen können, wie sie die Auslöser für Sucht und schlechte Entwicklungen bei sich und bei anderen erkennen und bekämpfen können. Alle Schüler/innen der achten Klassen wählen zwei Workshops pro Tag, ganz nach Interesse. Im Verlauf der Präventionstage besucht also jeder Schüler insgesamt sechs der elf angebotenen Workshops. Den besten Eindruck von den Inhalten und ihrer Umsetzung bekommt man natürlich, indem man die Achtklässler/innen selbst zu Wort kommen lässt: 

 

Igor, Klasse 8 über den Workshop „Jugendgerichtshilfe“

Im Workshop zum Thema „Illegale Drogen“ haben wir verschiedene Arten besprochen, jemanden für eine Straftat zu bestrafen. Wir schnitten kurz den Unterschied zwischen Jugendrecht und Erwachsenenrecht an, bevor wir auf Zettel Straftaten schrieben, die wir schon kennen. Danach hat jede Gruppe kreisum einen Zettel mit einer Straftat in die Mitte auf den Boden gelegt, worauf die anderen Gruppen, die dieselbe Straftat notiert hatten, diese dazulegten. Zum Schluss spielten wir noch eine Gerichtsverhandlung nach, in der einem Jungen vorgeworfen wurde, dass er illegal Drogen genommen hat. 


 

Merle über den Workshop „Ernährung“

Im Workshop „Ernährung“ haben wir uns mit gesunder und ungesunder Ernährung beschäftigt. Wir haben verschiedene Esstörungen wie Bulimie kennengelernt, Beispiele dazu gelesen und uns darüber unterhalten. Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat war die Snackbar. Hier konnte man sich während des Workshops verschiedene gesunde Snacks holen. Es gab Gurken, Paprika, Karotten, Sellerie, Walnüsse, Cashewkerne, Rosinen und Äpfel. Man hat hier gemerkt, dass auch gesunde Leckereien die normalen Snacks ersetzen können. Wir konnten Frau Lennings auch verschiedene Fragen zum Thema Ernährung stellen. Auch mit den verschiedenen Körperfiguren haben wir uns befasst und geschaut, was gesund und was ungesund ist. 

Auch Nicole hat eigene Lerngewinne aus diesem Workshop mitgenommen:

Als wir reinkamen, fiel uns sofort das Buffet auf, das aus gesunden Snacks bestand, die wir während des Projekts nehmen durften. Auf dem Buffettisch standen Sellerie, Karotten, Äpfel, Walnüsse, Gurken und Kürbiskerne. Zuerst haben wir unsere Ängste auf rote Kärtchen geschrieben und unsere Fragen auf gelbe Kärtchen, die wir an die Tafel gehängt haben, um sie am Ende des Workshops zu klären. Daraufhin bemerkten wir Fotos von unterschiedlichen Frauen (dick, dünn, hell, dunkel…) und mussten uns zu der Frau hinstellen, die wir persönlich am schönsten fanden und unsere Wahl begründen. In dem Workshop erstellten wir auch ein Lapbook. Als erstes haben wir Geschichten von verschiedenen Menschen gelesen und daraus die verschiedenen Essstörungen herausgearbeitet und auf Patientenkarten geschrieben, die wir ins Lapbook einklebten. Danach haben wir eine Gedankenkette erstellt mit Gründen, die zu einer Essstörung führen können und haben sie ebenfalls eingeklebt. Anschließend bekamen wir Zettel von Frau Lennings, die man wie einen Fächer aufmachen konnte und schrieben dort Tipps für den Weg zum Wohlfühlkörper auf. Die Zettel haben wir mithilfe einer Musterbeutelklammer am Lapbook befestigt. Dann klebten wir eine Art Box ein und beschrifteten sie mit Gefahren (z.B. Mobbing, Vergleich mit Anderen…), die zu einer Essstörung führen können. Anschließend bekamen wir ein rotes, auffaltbares Kärtchen, das mit „Erste-Hilfe-Kasten“ beschriftet ist. Dort konnten wir alles hineinschreiben, was uns persönlich helfen würde, damit es nicht zu einer Essstörung kommt (z.B. Freunde). Zum Schluss hat Frau Lennings all unsere Fragen beantwortet, die an der Tafel hingen, und uns so unsere Ängste genommen. 


 

 

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Tom zum Workshop „Selbstbehauptung“

Zu Beginn des Workshops "Selbstbehauptung im Alltag-Schütze was dir wertvoll ist," hat uns Anita Keppler die Regeln der Selbstverteidigung erklärt. Anschließend haben wir ein Spiel gespielt, bei dem ein Schüler den Raum verlassen musste. Alle noch anwesenden Schülerinnen und Schüler stellten sich im Kreis auf und „verknoteten“ sich ineinander. Daraufhin musste der Schüler, der den Raum verlassen hatte, wieder betreten und die Schüler entknoten. Als nächstes nahm die Leiterin einen 5€-Schein und fragte die Schüler, wer den Schein haben möchte. Alle Schüler meldeten sich. Dann nahm sie einen beliebigen Schüler und zerriss den Schein und fragte den Schüler, ob er ihn immer noch haben möchte. Der Schüler antwortete "Ja ich möchte ihn noch haben!“. Sodann zerknüllte sie ihn und fragte wieder den Schüler, ob er ihn immer noch haben möchte. Der Schüler antwortete wieder "Ja ich möchte ihn noch haben!“. Danach trat sie mit den Schuhen auf dem Schein herum und fragte wieder den Schüler, ob er ihn noch haben will. Der Schüler antwortete wieder: "Ja ich möchte ihn noch haben!“. Nun fragte sie ihn, warum er den Schein haben möchte. Der Schüler antwortete:"Weil er immer noch gleich viel wert ist!“. Frau Keppler wollte uns damit zeigen, dass wir, auch wenn Menschen auf uns herumtrampeln, trotzdem noch genau so viel wert sind wie davor.
Im Anschluss
 machten wir eine Übung, bei der sich zwei Personen gegenüber standen und an den Händen hielten. Sie versuchten sich gegenseitig wegzuschieben. Dann folgten zwei Übungen zu Reflexen und zur Geschwindigkeit, in denen wir Tennisbälle von einer Person, die hinter uns stand, zugeworfen bekamen und diese dann fangen mussten, bevor sie den Boden berührten. Der letzte Punkt war ein Spiel, bei dem ein Ball in der Mitte von vier Matten lag. An jeder der vier Ecken stand ein Schüler. Ziel des Spiels war es, den Ball in sein Eck zu bekommen. 

Fazit: Der Workshop hat mir sehr viel Freude gemacht.


Herzlichen Dank an alle, die die Präventionstage 2019 ermöglicht haben! Der Dank gilt den mitwirkenden Lehrerinnen und Lehrern des HHG. Besonders bedanken möchten wir uns aber bei den externen Referenten/innen: der Fachstelle Sucht, der Kinder- und Jugendärztin Fr. Dr. Braun, der Jugendgerichtshilfe, der Fachklinik Sucht, Anita Keppler von Protactis und der Kriminalpolizei Pforzheim. 

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